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1.Bundesliga: Hessen-Team verliert in Chemnitz zum Rückrundenauftakt gegen die „Chemnitzer Wölfe“

Chemnitz. Der Darmstädter Erfolgstrainer und frisch gebackene B-Lizenz-Inhaber Eugen Rempel konnte zum Bundesliga-Rückrundenauftakt nur 1/4 aller TG-75-Boxer stellen, die in den 8 Gewichtsklassen von Bantam (-56 kg) bis Superschwergewicht (über 91 kg) über die Waage gingen.

Somit war für den ersten Rückrunden-Kampftag erschwerend, dass die beiden Darmstädter Hansen-Brüder ausfielen.

Mit Beginn der Kämpfe hieß es für den Liganeuling die durchaus vorhandenen Gewinnchancen zu nutzen. Im Bantamgewicht (bis 56 kg) zeigte der Frankfurter CSC-Boxer Omed Rahimi, dass seine Zweitplatzierung bei der letzten Deutschen Männermeisterschaft im Bantamgewicht nicht von ungefähr kam und er wiederum – wie zuletzt schon in Straubing (wir berichteten) – seine Berechtigung erkämpfte, in der höchsten deutschen Liga auch eine Gewichtsklasse höher starten zu können. Gegen Alik Aloyan lieferte Omed einen über drei Runden ausgeglichenen Kampf. In der Schlussrunde hatte der Südhesse sogar etwas mehr noch zuzusetzen. Aber das Kampfgericht aus dem benachbarten Sachsen-Anhalt entschied mit 3:o-Punktrichterstimmen zugunsten des Chemnitzers. (Zwischenstand nun: 8:9)
Im folgenden Leichtgewichtskampf sorgte Assan Hansen-Ersatz Ali Hassani für hervorragendes Distanzboxen und ließ den vom BoxVerband Baden-Württemberg ausgeliehenen Chemnitzer Kevin Kischenko wenig Chancen, in den Kampf zu kommen. Nach drei Runden hieß der überraschende, aber verdiente und glückliche Punktsieger (mit 2:1-Richterstimmen) Ali Hassani. Im Mannschaftswettbewerb stand es jetzt 9:9.
Im Halbweltergewicht hatte dann Naweed Anwari, der zweite Kämpfer der TG-75-Boxabteilung, trotz guter Anfangsrunde, später keine Siegchance mehr gegen den sich in hervorragender Form befindenden Chemnitzer Fidaim Rahimi. Es stand nun 9:10.
Wer gehofft hatte, dass es im folgenden Weltergewichtskampf zum erneuten Ausgleich in der Punktewertung zwischen beiden Vereinen kommen würde, wurde nur zum einen nicht enttäuscht, nämlich von der Kampfkraft des Hessen-Boxteams. Zum anderen blieb aber der Trend zum unsicheren Amtieren im Verhalten der Kampfrichter bestehen. Dem alles gebenden Gießener Weltergewichtler Artur Mamberger konnte man nach der ersten Runde knapp vorne sehen. Der Boxer der Gastgeber agierte oftmals unsauber mit ungeahndeten Schulterstößen und konnte sich zu Beginn von Runde 2 nur durch Ausspucken des Mundschutzes aus einer gefährlichen Infight-Situation retten. Artur Mamberger setzte sofort nach und attackierte seinen Kontrahenten. Doch der leitende Kampfrichter war sich wieder unsicher, wer der Urheber des dann folgenden Gerangels war. Artur habe nach dem (für uns nicht hörbaren) RR-Stopp nachgeschlagen und wurde dafür mit einer Verwarnung bestraft: damit kippte der Kampf. Der Chemnitzer Wolf Baram Akbugan nutzte die Unsicherheit des gerade 20 Jahre alt gewordenen Mamberger und überzeugte am Ende das Kampfgericht: alle drei Punktrichter entschieden sich für den BCC. Somit eilten die Chemnitzer auf 9:11 davon.
Im folgenden Mittelgewichtskampf lag der BaWü-Boxer im Trikot der Chemnitzer, Stepan Nikitin, nach zwei Runden eigentlich knapp vorne, dominierte lediglich die Schlussrunde nicht und hatte aber für alle sichtbar – auch für die heimische Seite – den Punktsieg eigentlich sicher nach Hause bringen können. Doch es kam zu einem überraschenden 2:1-Punkturteil zugunsten des GBG-Boxers Youness Boulaich. War dieser Gäste-Punktsieg auf die berechtigte Kritik der Hessen am Kampfrichter-verhalten im vorausgegangenen Weltergewichtskampf zurückzuführen und sollte eine Art „Wiedergutmachung“ darstellen? Nichtsdestotrotz war der Sieg von Youness aufgrund seiner – gewohnt – starken Schlussrunde für uns nicht überraschend. (Zwischenstand nun: 10:11)
Der Wiesbadener Branimir Malenica (vom BoxRing Condor Limburg) konnte im folgenden Halbschwergewichtskampf nicht an seine zuletzt gezeigte gute Leistung in Straubing anknüpfen und hatte der 3:0-Punktniederlage gegen den Chemnitzer Artjom Kasparian nichts entgegen zu setzen.
Emre Göcmen lieferte dann im Schwergewicht Nino Kalicic im Trikot der Sachsen einen Kampf auf „Biegen und Brechen“. Alle drei Runden gehörten eigentlich eindeutig dem bedingungslos kämpfenden Landeshauptstädter. Aber hier wurde das von allen erwartete Urteil nicht ausgerufen: Göcmen wurde wiederum zum Verlierer nach Punkten gar mit 3:o-Richterstimmen erklärt. Dieses Ergebnis rief empörendes Erstaunen hervor. Es stand nun 10:13
Im Schlusskampf war dann die „Luft ganz raus“. Alireza Zandi Aliabadi boxte sein Programm herunter und versteckte sich gegen den weitaus schwereren Chemnitzer Mannschaftskapitän Philipp Gruner keineswegs, hatte aber keinen großen Groll über seine verkündete Punktniederlage. Schlussstand: 10:14

(Ronald Leinbach)

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