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++ 2. Bundesliga ++

 

Sa, 15.12.2018: 2.Bundesliga: Hessen-Team verliert im dritten Kampftag in Bremerhaven bei den „Fishtown Fighters“ mit 7:14.

Bremerhaven. Beim dritten Kampftag in der Zweiten Bundesliga musste ein krankheitsbedingt ersatzgeschwächtes Hessenteam ohne Siegpunkte dem stark besetzten WBR Bremerhaven die Heimpunkte überlassen. Die Urteile gingen bis auf die Punktniederlagen im Feder- und Mittelgewicht in Ordnung. Ousainou Hansen hätte ein Unentschieden und Alex Okafor ein Punktsieg zugesprochen werden müssen.

Die 2.-Bundesliga-Kämpfe im Überblick:
Hessen Box-Team – WBR Bremerhaven 7:14

Federgew. bis 57 kg: Ousainou Hansen (TG 75 DA) verl. (2:1) n.P. gegen Achraf Godje (Schleswig-Holstein)

Leichtgewicht bis 61 kg: Ali Hasani (TG 75 DA) verliert (3:0) n.P. gegen Andreas Jäger (Bayern)

Halbweltergew. – 65 kg: Naweed Anwari (TG 75 DA) verl. n.P. (3:0) geg. 3. Europameister (BC)

Weltergewicht -70 kg:Artur Mamberger (BV Uppercut GI) verliert n.P. (3:0) geg. Carlos Angeles (Lübeck)

Mittelgewicht -76 kg: Alexander Okafor (Nordwest FFM) verliert n.P. (2:1) ü. Kevin Boakye (Schwerin/HH)

Halbschwer – 82 kg: Ali Güzel (1. BC MR) verl. n.P. (3:0) – Oronzo Birardi (Asch´burg-Leider)

Schwergewicht +82 kg:Muad Al Sammouri (NE Offenbach) verl. n.P. (3:0) geg. Stanley Coemanns (Niederlande)

Zu den Kämpfen:
Im Auftaktkampf hatte es Ousainou Hansen in der Hand, die Gästestaffel in Führung zu bringen. Der untersetzte Schleswig-Holsteiner Achraf Godje verstand es aber, die lange Distanz des Hessen zu überwinden und gelegentliche Treffer zu setzen. Den Kampf kontrollierte – wenn auch mehrheitlich mit ausweichenden Sidesteps- der Hessenboxer. Warum dies am Ende vom Punktgericht nicht belohnt wurde, bleibt ein kleines Rätsel. Im Leichtgewicht konnte Ali Hasani nicht ganz an seine hervorragende Leistung im Bundesliga-Auftaktkampf in Darmstadt anknüpfen. Ali kam gegen den Bayernmeister nicht in die Halbdistanz und kassierte leider eine Punktniederlage.Auch im folgenden Halbweltergewichtskampf hatte Naweed Anwari eine schier unlösbare Aufgab. Naweed traf auf den EM-Bronzemadaillengewinner aus der Ukraine und musste die erste Runde klar abgeben. Doch dann stellte sich Naweed hervorragend auf die explosionsartigen Schlagkombinationen des Nordsee-Boxers ein und boxte auf Augenhöhe gegen einen müder werdenden Gegner mit. Der Punktrückstand aus der ersten Runde war ausschlaggebend für das verkündete Punkturteil gegen Hessen.Im Weltergewicht lagen dann die hessischen Hoffnungen auf den ersten Auswärtssieg im hohen Norden. Artur Mamberger startete gut mit schnellen und langen Geraden, verlor aber gegen den unorthodox kämpfenden Schleswig-Holsteiner Carlos Angeles seine Linie und kassierte am Ende eine knappe Punktniederlage.Dann musste aber im Mittelgewicht der erste hessische Sieg kommen, doch Alexsander Okafor brauchte eine Runde bis er seinen kürzlichen Finalgegner aus der U21-DM kontrollierte. Alex verlor die erste Runde, hatte dann aber in Runde 2 und 3 immer eine Hand mehr drin als Kevin Boakye (aus Schwerin/HH) und musste eigentlich zum Punktsieger erklärt werden. Dennoch erhielt hier der aktuelle U21-DM und Bronzemedaillengewinner der Elite-DM den umstrittenen Heimsieg zugesprochen.Im Halbschwergewichtskampf hatte Ali Güzel eine schier unlösbare Aufgabe im Bekämpfen des schnellfüßigen Aschaffenburger Ex-Junioren-EM und Deutschen Jugend-Exmeister Oronzo Birardi zu lösen. Oronzo Birardi nutze seine Vorteile auf der Distanz klar aus, lies den Hessen nicht in den Infight gelangen und gewann deutlich nach Punkten.An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass die Auswahl der finanzstarken Bremerhavener aus keinem einzigen Bremer Boxer besteht. Alle Kämpfer wurden aus den verschiedenen Bundeländern Bayern, Baden-Württemberg, NRW, Schleswig-Holstein und aus den Niederlanden eingekauft. Das könnte ein Grund sein, warum ein geringes Zuschauerinteresse bestand.Im Schlusskampf im Schwergewicht sprang der Offenbacher Muad Al Sammouri wieder mal uneigennützig in die Bresche und bestritt -trotz erkältungsbedingten Handicap- einen kämpferischen Dreirunder gegen den haushohen Favoriten Stanley Coemanns aus den Niederlanden. Coemanns siegte zwar deutlich nach Punkten, aber Al Sammouri verkörperte mit seinem Einsatz den Kampfesmut des Hessenteams, das mit dieser Einstellung in der kommenden Rückrunde noch positiv auf sich aufmerksam machen wird.


(Bericht: Ronald Leinbach)

 

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