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++ 96. Deutsche Meisterschaft der Elite ++

Mühlhausen/Thüringen. Die deutschen Männermeisterschaften 2018 sind Geschichte und die nächsten Meisterschaften der Männer 2019 (zusammen mit den Frauen-DM) stehen in Berlin in absehbarer Reichweite (30.07.-04.08.2019) und werden immer mehr die Qualifikation für die kommenden Olympischen Spiele 2020 in Tokio beeinflussen.

Bei den Deutschen Meisterschaften der Männer starteten ab Dienstag (04. Dezember) die folgenden 10 hessischen Boxer:

Bantamgewicht (bis 57 kg): Ousainon Hansen (TG 75 Darmstadt)

Leichtgewicht (bis 60 kg): Ali Hasani und Assan Hansen (beide TG 75 Darmstadt)

Halbweltergewicht (bis 63kg): Naweed Anwari (TG 75 Darmstadt)

Weltergewicht (bis 69 kg): Artur Mamberger (BG Uppercut Gießen) und Alexey Athamantschuk (BC Osthessen)

Mittelgewicht (bis 75 kg): Ibrahima Diallo (1.BC MR) und Youness Boulaich (GBG Wiesbaden)

Halbschwergewicht (bis 81 kg): Branimir Malenica (BR Condor Limburg)

Schwergewicht (bis 91 kg): Nickolas Weizmann (Eintracht FFM)

 

Die Ergebnisse im Überblick:

Achtelfinale (=AF)       – 57 kg: Ousainon Hansen (TG 75 DA) verl. n.P. (1:4) geg. Alen Rahimic (LV Berlin=BE)

        • 60 kg: Assan Hansen (TG 75 DA) siegt n.P. (5:0) ü. Morad Möllenbeck (LV Nordrh.-Westf.=NRW)
        • 69 kg: Artur Mamberger (BG Upp.GI) verl. n.P. (0:5) geg. Nick Bier (LV Niedersachsen=NS)
        • 69 kg: Alexey Athamantschuk (BC Osthessen) verl.n.P. (0:5) geg. Paul Wall (BE)
        • 75 kg: Ibrahima Diallo (1.BC MR) verl.n.P. (2:3) geg. Naziri Piraki (NRW)
        • 75 kg: Youness Boulaich (GBG Wiesbaden) verl. n.P. (0:5) geg. Misak Aslanyan (NS)
        • 81 kg: Branimir Malenica (Cond.Limburg) siegt d. Aufg. 2.R.ü. Melvin Kahrimanovic (BE)
        • 91 kg: Nicholas Weizmann (Eintr.FFM) siegt n.P. (5:0) ü. Mahdi Nasef (NRW)

Viertelfinale (=VF)  60 kg: Ali Hasani (TG 75 DA) verl. n.P. (0:5) geg. Magomed Ataev (NRW)

        • Assan Hansen (TG 75 DA) siegt n.P. (3:2) ü. Ham Ahmed Taquiedine (BY=Bayern)
        • 63 kg: Naweed Anwari (TG 75 DA) verl. n.P. (0:5) geg. Fidaim Brahimi (Baden-Württemberg)
        • 81 kg: Branimir Malenica (BR Cond.Limb.) siegt n.P. (4:1) ü. Abdulrahman Abu-Lubdeh (BE)
        • 91 kg: Nicholas Weizmann (Eintr.FFM) siegt n.p. (5:0) ü. Mike Lehnis (BY)

Halbfinale (=HF)

        • – 60 kg: Asan Hansen (TG 75 DA) siegt n.P. (5:0) ü. Kevin Kischenko (BaWü)
        • -81 kg: Branimir Malenica (BR Cond.Limb.) verl. n. P. (5:0) geg. Mehmet Nedir Ünal (BaWü)
        • -91 kg: Nicholas Weizmann (Eintr. FFM) verl. n.P. (2:3) geg. Ammar Abbas Abduljabar (Hamburg)

Finale (=F)

        • -60 kg: Assan Hansen (TG 75 DA) verl.n.P. (0:5) geg. Hamsat Shadalov (BE)

Bereits in ihrem ersten Kampf im Achtelfinale am Mittwoch scheiterten die hessischen Spitzenboxer im Bantam- (Ousainon Hansen), im Welter- (Artur Mamberger und Alexey Atahamantschuk) und Mittelgewicht (Ibrahima Diallo und Youness Boulaich). Auch in ihren jeweils ersten Kämpfen bei Deutschen Meisterschaften überhaupt scheiterten im Viertelfinale am Donnerstag die beiden Darmstädter Ali Hasani und Naweed Anwari. Damit erreichten nur drei Hessen einen Medaillenplatz. Mit jeweils grandiosen Auftritten hinterliesen Leichtgewichtler Assan Hansen (Darmstadt), Halbschwergewichtler Branimir Malenica (Limburg) und Schwergewichtler Nicholas Weizmann (Eintracht Frankfurt) deutliche Spuren.

Im Leichtgewicht dominierte der 19jährige Darmstädter Eugen-Rempel-Schützling Assan Hansen zunächst im AF deutlich gegen den Westfalen Morad Möllenbeck, quälte sich etwas im VF gegen den BayernTaquiedine, gewann knapp, aber dann im Halbfinale deutlich gegen seinen altenbekannten Wiidersacher Kevin Kischenko vom Boxing Vill.-Schwenningen. Im Finale bot er dem favorisierten Berliner Hamsat Shadalov Paroli und verlor zwar einstimmig, aber wie von Expertenseite auch anerkennend bestätigt nur knapp nach Punkten.

Hervorragend auch das Auftreten der beiden Halbschwer- bzw. Schwergewichtler Branimir Melenica und Nicholas Weizmann, die ihre beiden AF- und VF-Kämpfe mit hervorragender Einstellung durch ihre Vereins- und auch als Verbandstrainer auftretenden Abdeliah El Karaouia (Eintr.FFM) sowie Enis Demirovic und Guiseppe Petronio, souverän gewannen.

Im Halbfinale scheiterte Branimir gegen den Olympiafünften von Rio (2016) und mehrfachen türkischen Meister Mehmet Nedir Ünal, der für den LV Baden-Württemberg an den Start ging, ehrenvoll nach Punkten. Ganz eng wurde es dann im Schwergewicht, denn Nicholas Weizmann bot dem favorisierten Hamburger Ammar Abbas Abduljabar mehr als Paroli. Nach einer Verwarnung infolge Kopfstoßes im Mitteldurchgang und dem fälligen Punktabzug für den Hanseaten stand es in der Punkteverteilung am Ende Unentschieden. Die 5 Punktrichter mussten noch einmal per Knopfdruck (tote oder blaue Ecke) entscheiden, wer als Sieger den Ring verlassen darf. Mit 3:2 Stimmen zog dann -zum Pech der Hessen- der Boxer des Hamburger Boxverbands ins Finale ein, dass er dann auch noch für sich entscheiden konnte. Bronzemadaillengewinner Nicholas Weizmann scheiterte damit also ganz knapp an Gold.

 

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